Neurozentriertes Training



Jede Bewegung, jede Übung, jede Intervention hat irgendeinen Effekt auf dein Nervensystem.
Immer.

Die entscheidende Frage ist nur: Macht man es bewusst und zielgerichtet – oder einfach irgendwie?

Denn „Neuro“ ist kein Zauberwort.
Es ist auch kein Qualitätsstempel.

Es ist ein Begriff, der nicht geschützt ist. Und weil das Interesse gerade steigt, wird er immer inflationärer benutzt.

Mittlerweile ist es ziemlich klar geworden: Neurozentriertes Training beginnt nicht da, wo jemand „Neuro“ draufschreibt.

Es beginnt da, wo jemand weiß, was er da eigentlich tut.
Wenn er eine andere Denkweise entwickelt


Zum Beispiel:

Wenn man versteht, dass eine Bewegung auf der rechten Seite nicht einfach „rechts“ ist, sondern im Gehirn (fast) immer mit dem linken Kortex und dem rechten Kleinhirn verschaltet ist.

Wenn man eine saubere Anamnese macht und man sich fragst: mit welchem Bereich im Nervensystem könnte das Symptom damit zusammenhängen – statt nur Symptome zu sammeln.

Und vor allem, wenn man ein zentrales Prinzip im Neuro-Training wirklich nutzt: testen und retesten.
Nicht raten. Nicht hoffen.

Sondern schauen, wie das individuelle Nervensystem reagiert und dann entscheiden, wie es mit dem Kunden/ Patienten weitergeht und was der nächste Schritt ist.

Mit genau diesem Anspruch beschäftige ich mich seit knapp 3 Jahren.

2023 habe ich an meiner ersten Fortbildung Neurozentriertem Training teilgenommen – bei der Deutschen Neuro Akademie in Bornheim.

Zunächst war ich sehr skeptisch und habe gedacht „Was soll das denn alles hier?“ Augenübungen, Atemübungen und das soll bei Schmerzen helfen? Das konnte ich mir zunächst nicht vorstellen.

Aber seitdem ich immer tiefer in das Thema eingetaucht war und ich schon einige Erfolge mit meinen Kunden und Kndinnen verzeichnen konnte, wurde ich immer mehr davon überzeugt, dass das Neurozentrierte Training die Wurzel von allen Trainingsmethoden darstellt, die ich im Laufe meines Berufslebens kennen gerlernt habe!